Deutschklassengesellschaft

Seit Monaten lässt die österreichische Regierung mit der Forderung aufhorchen, verpflichtende Deutschklassen für „lernschwache“ Kinder einzuführen. Ein (sprach-)pädagogisch absolut widersinniges Unterfangen. Die Idee erinnert an eine identitäre Sprachpolitik, die ins 19. Jahrhundert gehört. Die großen Verlierer sind die Schülerinnen und Schüler. Die großen Gewinner: eine Politik, die auf Ausgrenzung und Feindbilder setzt.